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Forschungsprojekt "MoELa"

(Förderkennzeichen: 21873 N, Laufzeit: 01.06.2021 - 30.11.2023)

Für die zerstäubenden Lackapplikationsverfahren als wichtigste Lackierverfahren in der Industrie stellt die elektrostatische Unterstützung die effizienteste Methode dar, um den Auftragswirkungsgrad zu erhöhen und gleichzeitig die Verschmutzungsneigung zu reduzieren.

Allerdings sind aktuell die Zusammenhänge zwischen Lackeigenschaften, Applikationsmethode und Spritzergebnis in wichtigen Bereichen noch unerforscht. Dies hat zur Folge, dass gerade die vielen, eher forschungsschwächeren KMU im Bereich der Lack- und Applikationsgerätehersteller nicht die nötige Datenbasis besitzen, um ihre Produkte gezielt optimieren zu können.

Mit Hilfe der Entwicklung und Anwendung neuer Messmethoden und Simulationsverfahren sollen im IGF-Projekt „Modellierung der Tropfenaufladung bei der elektrostatisch-unterstützten Lackierung zur Minimierung von Lackverlusten und Anlagenausfällen durch Verschmutzung“ („MoELa“) des  Fraunhofer IPA und der  Hochschule Esslingen für Lack- und Anlagenhersteller, Beschichter sowie für Mess- und Simulationsanbieter Möglichkeiten geschaffen werden, ihre Prozesse und Produkte systematischer entwickeln und optimieren zu können.

Um dies zu erreichen, werden innovative Messtechniken so mit numerischen Simulationen gekoppelt, dass daraus die für die elektrostatisch unterstützte Lackierung essentiell wichtige Ladung auf dem Lacktropfen bestimmt werden kann.

Darauf aufbauend können der Zerstäubungsprozess und die Lacke so aneinander angepasst werden, dass die Lackverluste und die Verschmutzung der Anlagen deutlich verringert und somit auch die Produktionsstillstände zur Reinigung vermieden werden können.

Damit werden Lackhersteller wichtige Eigenschaften, wie den spezifischen Widerstand und die Permittivität ihrer Produkte, an die Bedürfnisse ihrer Kunden anpassen und so das Geschäftsfeld erweitern können. Die Verbreitung elektrostatisch unterstützter Spritzgeräte wird erhöht, wodurch sich für die KMU im Bereich der Applikationstechnikherstellung die Marktsituation ebenfalls verbessert. Anwender können auf Wissen, Messtechnik und Simulationen zurückgreifen, um über hocheffiziente automatisierte Prozesse die Wertschöpfung in Deutschland zu erhalten und auszubauen.

Das IGF-Forschungsvorhaben (21873 N) der Forschungsvereinigung DFO e.V. wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung und –entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.