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Projekte



2200-029 - Elektrochemische Untersuchung der Korrosionsschutzwirkung von Chromatier-, Anodisier- und Phosphatschichten auf Aluminiumoberflächen mit der Ruhepotentialanalyse zurück


Projektdauer:
01.12.1995 - 31.03.1998

Förung durch:
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

Aktueller Stand::
Abgeschlossen


An den Werkstoffen Al99,5; AlMg0,4Si1,2; AlMg5Mn und AlMgSi0,5 wurde die Korrosionsschutzwirkung von Konversionsschichten mit der Ruhepotentialanalyse untersucht. Zu Erzeugung der für die Prüfung erforderlichen Inhibierung zum Beginn jeder Messung wurden unterschiedlichen Inhibitoren erprobt. Dabei erwies sich aus der Vielzahl untersuchter Inhibitoren Chromat als gut geeignet. In weiteren Untersuchungen zum Einfluß der Inhibitorkonzentration sowie des pH-Wertes im Bereich von 4 bis 9 wurde festgestellte, dass die Schutzwirkung einer Konversionsschicht abhängig ist - vom Werkstoff, - von der Art der Konversionsschicht, - von der Inhibitorkonzentration im wässrigen Elektrolyten und - vom pH-Wert des Elektrolyten. Mit steigender Inhibitorkonzentration und höherem pH-Wert wird im untersuchten Bereich die Korrosionsbeständigkeit größer. Dies steht weitgehend in Übereinstimmung mit dem bekannten Verhalten.

Korrelationsuntersuchungen zwischen den Ergebnissen der Ruhepotentialanalyse und denen der Prüfung auf Filiformkorrosion an zusätzlich mit Pulverlack beschichteten Proben ergaben in Anbetracht der bekannten Streuungen bei Korrosionsprüfungen eine gute Übereinstimmung. Damit wurde der Nachweis erbracht, dass mit der Ruhepotentialanalyse eine weitere Methode zur Bestimmung der Schutzwirkung von Konversionsschichten zur Verfügung steht. Vergleichende Untersuchungen sind jedoch aufjeweils einen Werkstoff beschränkt. Ein Vergleich von Konversionsschichten auf unterschiedlichen Werkstoffen ist nach den bisherigen Ergebnissen nicht möglich.

Das Verfahren kann in der Aluminium herstellenden und verarbeitenden Industrie genutzt werden. Es kann sowohl in der Forschung als auch zur Qualitätskontrolle verwendet werden. Wegen der kurzen Prüfdauer von ca. 7 Stunden gegenüber Tagen bzw. Wochen in anwendungstechnischen Prüfungen eröffnet es die Möglichkeit, relativ kurzfristig korrigierend in einen Konversionsprozeß einzugreifen. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Qualitätssicherung beim Korrosionsschutz geleistet. Die Forschungsergebnisse können insbesondere von den Lohnbeschichtern in der kleinund mittelständischen Industrie genutzt werden.

Abschlussbericht: Bestnr.: 2200-029 Preis: 52,30€





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