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Projekte



2200-039 - Vermeiden der Filiformkorrosion bei beschichtetem Aluminium durch Optimierung des Zusammenwirkens von Werkstoff, Werkstoffzustand und ausgewählter Oberflächenbehandlung zurück


Projektdauer:
01.11.1998 - 30.04.2001

Förung durch:
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

Aktueller Stand::
Abgeschlossen

Filiformkorrosionsuntersuchungen im Kurzzeittest haben gezeigt, dass Filiformkorrosion an Aluminiumlegierungen aus zwei Komponenten besteht: der lateralen Ausbreitung der Filiformkorrosionsfäden und einem Angriff im Substratwerkstoff.

Das Ausmaß der Filiformkorrosion wird maßgeblich von der Art der Legierungsbestandteile beeinflusst. Hochreines Aluminium besitzt eine sehr gute Resistenz gegenüber Filiformkorrosion. Cu-, Zn-, CuZn-haltige und zum Teil auch Si-haitige Aluminiumlegierungen sind ohne zusätzliche Oberflächenvorbehandlung besonders gefährdet. Dabei ist die erhebliche laterale Ausbreitung der Filiformkorrosion in der Regel mit einem verstärkten Angriff im Substratwerkstoff verbunden. Letzterer besitzt eine legierungsspezifische Erscheinungsform z. B. tritt bei den Cuhaitigen Legierungen stets interkristalline Korrosion auf, diese ist durch besonders korrosionsanfällige Korngrenzen mit edleren intermetallischen Ausscheidungen bedingt. Bei einer Reihe von Legierungen war ohne zusätzliche Oberflächenvorbehandlung nur ein mäßig starkes Auftreten von Filiformkorrosion zu beobachten. Zu dieser Gruppe von Werkstoffen gehören AlMn0,5Mg1, Mg-Legierungen wie AlMg1, AlMg3 und AlMg5Mn, sowie AlMgSi0,5 und AlMgSi1. Bei diesen Legierungen ist der Werkstoffangriff meist flächenhaft, z. T. mulden- bis lochartig mit relativ geringen Angriffstiefen.

Der Einfluss des Werkstoffzustands spielte bis auf eine Ausnahme eine untergeordnete Rolle.

Eine Oberflächenvorbehandlung durch Gelbchromatierung, Zirkon-Fluorid-Polymer-Behandlung und Anodisierung führte vor allem zur Reduzierung der lateralen Ausbreitung der Filiformkorrosion gegenüber den Vorbehandlungen durch alleiniges Entfetten und Beizen. Nur bei einer Legierung (AlMg5Mn, H19) änderte sich durch die Oberflächenvorbehandlung das Erscheinungsbild der Korrosion unter den Filiformkorrosionsfäden. Auch bei dieser Legierung spielen intermetallische Ausscheidungen eine Rolle, die hier allerdings unedler als die Kornmatrix sind. Die Oberflächenvorbehandlung führt im allgemeinen jedoch nicht zur Reduzierung der Angriffstiefe der Korrosion. In einigen Fällen wurde sogar eine Erhöhung der Angriffstiefe festgestellt insbesondere bei den Vorhandlungen durch Zirkon-Fluorid-Polymer-Behandlung und Anodisierung.

Der Einfluss unterschiedlicher Trocknungstemperaturen beim Chromatieren, verschiedener Einbrenntemperaturen beim Pulverbeschichten sowie der Zeitspanne zwischen Chromatieren und Beschichten auf die Filiformkorrosion wurde untersucht. Der Einfluss dieser Parameter war relativ gering.

Abschlussbericht: Bestnr.: 2200-039 Preis: 91€





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