DFO e.V. - Forschung, Wissenschaft und Technik für industrielle Lackiertechnik in Deutschland
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Projekte



2600-017 - VOCLess WOOD - Development and application of advanced wood coating materials and techniques to meet the requirements of the EU VOC-directive zurück


Projektdauer:
01.10.2008 - 30.09.2010

Ziel des europäischen Projektes war es, einen Beitrag zur Umsetzung der europäischen Lösemittelrichtlinie in europäischen mittelständischen Unternehmen der Holz- und Möbelindustrie zu liefern und damit zur Lösung der noch existierenden Probleme speziell bei der Beschichtung von Holz beizutragen. Dabei wurden aus der Vielzahl von Einzelfällen Problemgruppen abgeleitet und entsprechende Partnerfirmen als Repräsentanten einer tiefer gehenden Analyse unterzogen. Neben der Erstellung und Optimierung von Lösemittelbilanzen wurden für diese Unternehmen Strategien für Reduzierungspläne erarbeitet und Hilfestellung zur Umstellung der Produktion auf lösemittelarme Systeme gegeben.
Die LCS- Life Cycle Simulation GmbH lieferte hierfür in Form der Leistung Dritter für zwei ausgewählte Unternehmen Beiträge zur Berechnung der Effizienz ausgewählter Strategien zur Lösemittelreduzierung.

Begleitet wurden diese Schritte durch konkrete Messungen von VOC-Gehalten in Abfällen sowie durch Emissionsmessungen an Abluftkanälen, was in zwei Fällen in Absprache mit den Behörden durchgeführt wurde.

Bei einem Unternehmen konnte in Zusammenarbeit mit dem strömungsmechanischen Labor der Hochschule Ostwestfalen Lippe, welches als Leistung Dritter eingebunden war, ein neuartiges ozonkatalysiertes Abluftreinigungsverfahren für kleine und mittlere Volumenströme getestet werden. Die Tests verliefen sehr erfolgreich, so dass diese Verfahren kurz vor der Umsetzung in die industrielle Praxis steht. Von der Firma Heimer Lackieranlagen und Industrielufttechnik GmbH & Co. KG wurde bereits ein Angebot zum Bau einer Anlage für 30.000 m3 Luft für die Firma VD- Werkstätten Bad Salzuflen erstellt.
Parallel zu den praktischen Arbeiten wurden umfangreiche Recherchen zum allgemeinen Stand der Technik durchgeführt und ein Leitfaden zur Umsetzung der Lösemittelrichtlinie erarbeitet, der neben der Darstellung der am häufigsten auftretenden Problemfelder eine Übersicht über mögliche Lösungsansätze gibt, die Vor- und Nachteile der in Frage kommenden Technologien zur Lösemittelreduzierung auflistet und europäische Anbieter entsprechender Produkte auflistet. Daneben wird auch auf bereits existierende Projekte und Erfahrungsträger auf dem Gebiet der Holzbeschichtung verwiesen.

Im Rahmen der europäischen Zusammenarbeit wurde deutlich, dass es immer noch extreme Unterschiede bei der Umsetzung der Lösemittelrichtlinie gibt und die Problemlage besonders in den beteiligten
südeuropäischen Partnerländern Griechenland und Zypern eine völlig andere ist und immer noch eher auf den Gesundheits- und Arbeitsschutz der Mitarbeiter als auf einen generellen Umweltschutz abzielt. Durch die unterschiedliche Auslegung der Anforderungen der Lösemittelrichtlinie Richtlinie 1999/13EG in den nationalen Regelwerken, muss eine Wettbewerbsverzerrung zu Ungunsten von kleinen Ländern mit strengen Auflagen wie Slowenien festgestellt werden.
Anbieter alternativer lösemittelarmer Produkte entsprechender Applikations- und Trocknungstechnologien finden sich hauptsächlich in den höher entwickelten westlichen Ländern.

Es wird aber eingeschätzt, dass das Ziel, zum Wissenstransfer auf europäischer Ebene beizutragen, mit dem Projekt und der Verbreitung der Ergebnisse auf der Projektseite www.sloles.com/VOClessWOOD sowie der ausgearbeiteten Guidelines erreicht wurde. Die Projektergebnisse wurden bereits auf verschiedenen Veranstaltungen publiziert und durch weitere Beratungstätigkeit von Seiten des IHD auch der einheimischen Branche zur Verfügung gestellt.





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