DFO e.V. - Forschung, Wissenschaft und Technik für industrielle Lackiertechnik in Deutschland
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Herr Timmermann
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Projekte



2500-016 - Multimetallfähiger umweltverträglicher Korrosionsschutz zurück


Projektdauer:
01.05.2009 - 30.04.2011

Aktueller Stand::
Abgeschlossen

Der Druck durch weltweit immer strenger werdende Umweltverordnungen und steigende Qualitätsanforderungen zwingt die in der Automobilindustrie und im Bauwesen tätigen Unternehmen als Hauptanwender oberflächenbehandelter Feinbleche aus Stahl, Aluminium oder Magnesium dazu, entsprechende Umstellungen beim Korrosionsschutz vorzunehmen. Die gegenwärtig üblichen Korrosionsschutzkonzepte mit Cr(VI)-Verbindungen in Beschichtungssystemen und Chromatierverfahren sind durch die
EU-Altautorichtlinie seit 2007 für die Automobilindustrie nicht mehr zulässig.
Ebenso dürfen elektrische und elektronische Neugeräte seit 2006 kein sechswertiges Chrom mehr enthalten. Bis heute wird das Leistungsprofil von Chromatschichten von keinem Cr(VI)-freien Prozess erreicht. Hier setzt das Vorhaben an. Ziel ist es, maßgeschneiderte Cr(VI)-freier Systeme zur Substitution der Chromatierung und ggf. des Primers auf Basis hybrider Nanomaterialien zu entwickeln und die chemische Zusammensetzung dieser Ersatzwerkstoffe mit am Markt verfügbaren, technischen Oberflächen und mit verschiedenen Deckschichtsystemen abzustimmen. Die hybriden Nanomaterialien sollen für verschiedene Substrate (verzinkter Stahl, Al-Legierung, Mg-Legierung) evaluiert werden. Zum Vergleich der Leistungsfähigkeit der neu entwickelten Cr(VI)-
Ersatzwerkstoffe erfolgen Untersuchungen zur Verformungsverhalten in
Umformprozessen sowie umfangreiche Analysen zum Korrosionsverhalten chromatfreier und chromathaltiger Produkte. Das für die industrielle Umsetzung erforderliche Forschungsergebnis bietet im technischen Maßstab herstell- und verarbeitbare, multisubstratfähige Chrom(VI)-Ersatzwerkstoffe sowie fertigungstechnisch beherrschbare Konzeptionen zur Herstellung und Verarbeitung Cr(VI)-frei beschichteter Blechwerkstoffe. Die Einführung einer Grundierung mittels hybrider Nanomaterialien als neue, ökologisch vertretbare Vorbehandlung zum Cr(VI)- Ersatz, multimetallfähig, würde erheblich zur Steigerung der
Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der kmU beitragen.





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