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Projekte



2200-060 - Korrosionsschutz von Aluminium mittels Atmosphärendruck-Plasmabeschichtungen zurück


Projektdauer:
01.06.2009 - 30.11.2011

Förung durch:
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

Aktueller Stand::
Abgeschlossen

Beim Einsatz von Aluminiumbauteilen beispielsweise in der Automobilindustrie oder im Bauwesen kann in den meisten Anwendungen auf einen Korrosionsschutz nicht verzichtet werden.
Die Anforderungen an die Korrosionsschutzwirkung einer Oberflächenbehandlung variieren dabei stark je nach verwendeter Aluminiumlegierung und nach den klimatischen Bedingungen, unter denen das Bauteil eingesetzt werden soll. Ausgezeichnete Korrosionsschutzergebnisse wurden in der Vergangenheit mit Chrom(VI)-haltigen Vorbehandlungsverfahren und Beschichtungen erzielt, die aber aufgrund der kanzerogenen Wirkung des Cr(VI) und der nun geltenden gesetzlichen Bestimmungen [ , ] nur noch sehr limitiert eingesetzt werden dürfen. Umfangreiche Untersuchungen und Laborprüfungen haben jedoch gezeigt, dass viele der bisher entwickelten chromatfreien Vorbehandlungsverfahren und Konversionsschichten keinen vergleichbaren Schutz gegen Korrosion bieten [ ,  ]. Die Suche nach alternativen chromatfreien Vorbehandlungsmethoden stellt daher auch nach vielen Jahren der Forschung immer noch einen aktuellen Schwerpunkt in der Oberflächentechnik dar.
Die in der Industrie derzeit typischerweise eingesetzten Verfahren beruhen auf nasschemischen Prozessen. Diese haben zur Folge, dass für die Aufarbeitung und Entsorgung der anfallenden Abwässer kostenintensive und aufwendige Prozessschritte entstehen und die Verfahren oft als umweltbedenklich einzustufen sind. Weiterhin sind badhaltige Prozesse mit vielen innovativen Fertigungs- und Fügekonzepten wie dem Laserschweißen und dem Reibrührschweißen inkompatibel.
Im Rahmen des vorhergehenden Vorhabens konnte mit Atmosphärendruck-(AD)-Plasmen bereits ein wirksames, trockenchemisches Beschichtungsverfahren zum passiven Korrosionsschutz erfolgreich entwickelt werden. Allerdings bieten diese Beschichtungen dem Aluminiumbauteil bei Verletzungen der Schichtsysteme wie Kratzern oder Rissen keinen ausreichenden dauerhaften Schutz vor Korrosion.
Innerhalb dieses Projekts soll erforscht werden, wie sich Inhibitorpartikel in Form von separierten Phasen in die Korrosionsschutzschicht des im Vorgängerprojekt entwickelten Beschichtungsverfahrens in-situ einbauen lassen, um Aluminiumbauteile auch bei Verletzung der Schicht vor Korrosion schützen zu können. Daher ist das Projekt primär verfahrensorientiert.

Abschlussbericht: Bestnr.: 2200-060 Preis: 66€





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