DFO e.V. - Forschung, Wissenschaft und Technik für industrielle Lackiertechnik in Deutschland
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Projekte



2200-078 - Korrosion von Aluminiumlegierungen in bioethanolhaltigen Kraftstoffen zurück


Projektdauer:
01.02.2009 – 31.01.2012

Förung durch:
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

Aktueller Stand::
Abgeschlossen

Das Ziel dieses Forschungsvorhabens bestand in der Klärung des Einflusses der Zusammensetzung ethanolhaltiger Ottokraftstoffe (E10, E20, E85) auf das Korrosionsverhalten von Aluminium. Untersucht wurden kraftstoff- und werkstoffseitige Einflüsse in Bezug zum Auftreten einer elektrochemischen Korrosion, wie die Bewertung der Wirkung von Kraftstoffverunreinigungen und des Einflusses der Legierungszusammensetzung. Des Weiteren sollten wichtige Einflussgrößen auf die chemische Alkoholatkorrosion von Aluminium herausgearbeitet werden. Dies schließt auch die Klärung der Fragestellung ein, inwiefern durch eine zyklische mechanische Beanspruchung das Auftreten einer Alkoholatkorrosion gefördert wird.

Sowohl bei der elektrochemischen Korrosion als auch der chemischen Korrosion kommt der Wirkung des Wassers eine besondere Bedeutung zu. In ersterem Fall haben die Wasserzusammensetzung und die Menge der gelösten Verunreinigungen einen dominanten Einfluss auf die Art und Ausprägung der auftretenden Korrosionserscheinungsformen. Eine Bewertung der Korrosionssysteme durch elektrochemische Screening-Versuche ist bei entsprechender Anpassung der Versuchstechnik möglich. Im Fall der Alkoholatkorrosion ist eine inhibierende Wirkung durch Wasserzugaben bedingt realisierbar. Es wurde ein technologischer Temperaturschwellwert zur Bewertung der Sensibilität für das Auftreten der Alkoholatkorrosion entwickelt und abgesichert. Dieser kann zur Einschätzung spezifischer medienseitiger (z.B. Ethanol- und Wassergehalt), werkstoffseitiger (Art und Zusammensetzung der Legierung, Beschichtung) sowie versuchstechnischer Merkmale (Oberflächen-Volumenverhältnis Probe/Kraftstoff, Dauer der Untersuchung) herangezogen werden. Der Nachweis einer Erhöhung der Sensibilität für Alkoholatkorrosion durch Überlagerung einer zyklischen mechanischen Beanspruchung wurde erbracht. Es zeigt sich bei Al99,5 ein Abfall der Schwingfestigkeit des Aluminiums unter Kraftstoffbeaufschlagung im Vergleich zur Untersuchung an Luft.





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