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Projekte



2200-056 - Kontaktkorrosion bei organisch beschichteten Magnesiumlegierungen zurück


Projektdauer:
01.03.2003 - 28.02.2006

Förung durch:
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

Aktueller Stand::
Abgeschlossen

Magnesiumblechmaterial AZ 31 ist in Kombination mit AIMg0,4Si1,2 in
korrosiv wirkenden Medien anfällig gegenüber Eigenkorrosion und
Kontaktkorrosion. An speziellen Probekörpern wurde der Einfluss der
Oberflächenvorbereitung, der Beschichtung, des Schichtaufbaus, des
Vorhandenseins einer Beschädigung sowie der Art des Fügens auf die
Kontaktkorrosion und die Eigenkorrosion des Magnesiums untersucht. Die
Korrosion führte im schlechtesten Fall bis zur vollständigen Zerstörung
des Magnesiums.

Der Oberflächenzustand des Magnesiums beeinflusst dessen
Korrosionsbeständigkeit. Diesbezüglich wurden unterschiedliche
Oberflächenvorbereitungsmaßnahmen getestet. Es zeigt sich, dass
Oberflächen, die frei von Zunder und oxidischen Belägen sind, eine
geringere Anfälligkeit gegen Korrosion besitzen. Diese Oberflächen
wurden mit einem, Essigsäure verwendenden, Beizverfahren erreicht,
dessen Anwendung in der Praxis aus Arbeitsschutzgründen jedoch
problematisch ist. Alkalisch reagierende Beizmittel wie sie bei
Aluminium Verwendung finden, erscheinen weniger geeignet. Bei diesen
Produkten war der Abtrag beim Beizen gering, so dass z. B. vorhandene
Zunderschichten nicht vollständig entfernt werden konnten.

Der Einfluss der Zusammensetzung der Legierung war bei
entsprechend geeigneter Oberflächenvorbereitung nicht dominierend. Das
verwendete HP-Material war - jedoch nur nach
entsprechendem Beizen - im Wesentlichen mit dem BO-Material
vergleichbar.

Der Vergleich von 3 Flüssigbeschichtungsstoffen und einer
Pulverbeschichtung ergab eine Abstufung bezüglich der Eignung der
verwendeten Beschichtungsstoffe. PolyesterPulverbeschichtungen führten
zu keinen Korrosionserscheinungen im Kontaktbereich während
Flüssigbeschichtungsstoffe z. T. Korrosion im Kontaktbereich zeigten.
Ein mindestens zweischichtiger Aufbau ist erforderlich. Ein besonderes
Augenmerk muss auf die Ausführung der Kanten gelegt werden. Von diesen
gehen Korrosionserscheinungen bevorzugt aus.

Aus Korrosionsschutzgründen ist es sinnvoll, die Oberflächen der
zu beschichtenden Bauteile vor dem Fügen vorzubereiten, nachfolgend zu
beschichten und erst danach die Bauteile zu fügen. Damit wird eine
gewisse Abdichtung vorhandener Spalte erreicht, in die Elektrolytlösung
eindringen und im Fall ungeschützter Oberflächen rasch zu Korrosion
führen kann. Unter diesen Bedingungen erleidet auch das kontaktierte
Aluminium einen Korrosionsangriff, da Aluminium in dem sich
einstellenden alkalischen Medium nicht beständig ist. Die Geometrie des
Bleches spielt dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle.


Abschlussbericht: Bestnr.: 2200-056 Preis: 76,80€





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